#WirBleibenZuause – Eine bundesweite Initiative

#WirBleibenZuause – Eine bundesweite Initiative

Unter dem Hashtag “Wir bleiben zu Hause“ teilen aktuell tausende Bürgerinnen und Bürger, warum und für wen sie in der aktuellen Krisensituation zu Hause bleiben. Darunter befinden sich auch Prominente, die ihre Bekanntheit nutzen, um die Aktion zu verbreiten. Das Ziel der Kampagne besteht darin, einander darin zu bestärken, das Haus so wenig wie möglich zu verlassen. Darin besteht derzeit nämlich die hauptsächliche Empfehlung der Regierung und des Robert-Koch-Instituts zur Verlangsamung der Ausbreitung von Covid-19. 

Ins Leben gerufen wurde die Aktion vom Bundesgesundheitsministerium unter der Schirmherrschaft von Minister Jens Spahn. Auf einer eigens dafür erstellen Internetseite erklärt er in einem professionellen 50-sekündigen Video, warum „wirbleibenzuhause“ ein sinnvoller Schritt in der Bekämpfung des neuartigen Virus ist. Besucher der Internetseite werden dazu aufgerufen, selbst ein Video in der Länge von 30 bis 60 Sekunden aufzunehmen und in ihren sozialen Medien zu teilen. 

Ebenfalls auf der Seite zu finden sind stand 24.04. 92 Videos von Personen des öffentlichen Lebens, die an der Aktion teilnehmen und ein Aktionsfilm, in dem neben bekannten Menschen auch Privatpersonen gezeigt werden und zu Wort kommen: https://youtu.be/qJCp2ejWMRc Neben dem gemeinsamen Hashtag gibt es auch eine Geste, die das Teilnehmen an der Kampagne symbolisiert: Die Hände und Unterarme werden über dem Kopf zu einem schützenden Dach zusammengelegt.  

Warum alle jetzt so viel wie möglich zuhause bleiben sollten 

Das Virus Sars-Cov-2 verbreitet sich nur durch menschliche Kontakte, vorwiegend als Tröpfcheninfektion. Jeder menschliche Kontakt birgt das Risiko, sich selbst zu infizieren oder eine andere Person anzustecken. Viele Menschen sind krank, haben aber (noch) keine Symptome und können unbemerkt Verbeiter der Erkrankung sein. Je weniger unterschiedliche Menschen miteinander in Kontakt kommen, desto geringer ist die Gefahr und desto weniger Menschen stecken sich an. Dadurch werden die Zahlen an Erkrankten so gering gehalten, dass unser Gesundheitssystem alle betreuen kann – in einigen anderen Ländern ist das System unter der Vielzahl an Betroffenen zusammengebrochen. Das soll bei uns mit allen Mitteln verhindert werden.  

Es gibt keine allgemeine Ausgangssperre, aber die Regelung, dass jede Person sich in der Öffentlichkeit nur allein mit einer anderen Person, mit der sie nicht in einem Haushalt lebt, treffen darf. Dabei und während aller anderen Zusammenkünfte mit fremden Menschen, z.B. im Bus oder Supermarkt, soll ein Sicherheitsabstand von 1,5m eingehalten werden. Darüber hinaus werden alle Menschen dazu angehalten, auf private Reisen und Besuche zu verzichten. Wie lange die Bestimmungen gelten, ist nicht abzusehen. Der Bund und die Länder kommen in einem Turnus von 14 Tagen zusammen, um die Lage jeweils neu zu bewerten. Die aktuellen Beschlüsse gelten bis zum 3. Mai. 

Wann man sich noch draußen aufhalten kann 

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung der Kinder, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahmen an Prüfungen, Hilfe für andere und individueller Sport und Bewegung im Freien sind weiterhin gestattet. Allerdings wie bereits erwähnt alleine, mit einer anderen Person, mit der man nicht zusammenlebt, oder alternativ mit mehreren Menschen, die im selben Haushalt wohnen wie man selbst.  

Ansammlungen mehrerer Menschen aus verschiedenen Haushalten sind sowohl drinnen als auch draußen verboten und werden mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 25.00€ oder im Extremfall sogar mit einer Freiheitsstrafe bestraft. Sich mit einem Freund oder Nachbarn zu treffen, ist generell zwar erlaubt, aber es wird gebeten, davon abzusehen. Wenn eine Begegnung stattfindet, ist der Sicherheitsabstand einzuhalten. 

Was zu beachten ist, wenn das Haus verlassen wird 

Wenn Sie das Haus verlassen (müssen), müssen Sie sich einerseits an den Mindestabstand halten und andererseits an die Regel zum Treffen mit anderen Personen. Neuerdings gibt es außerdem eine Maskenpflicht, die in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr gilt. In einigen Bundesländern gibt es außerdem weitere Orte, an denen die Pflicht gilt, z.B. in Taxen, Postfilialen oder Frisörbetrieben. 

Einiges steht Ihnen selbst frei: Sie dürfen theoretisch Ausflüge unternehmen und verreisen. Viele Bundesländer verbieten aber die Ein- oder Ausreise. Außerdem sind Ausflüge nur erlaubt, wenn alle anderen Bestimmungen weiterhin eingehalten werden können. 

Das Zuhause bleiben und vermeiden sozialer Kontakte fällt vielen Mensch schwer und es wird immer schwerer, je länger die Situation so bleibt wie sie ist. Durch ein rigoroses Einhalten der Regeln und Empfehlungen kann die Ausbreitung der Krankheiten aber so weit reduziert werden, dass eine Lockerung schneller realistisch ist. Die Aktion #WirBleibenZuhause soll das Gemeinschaftsgefühl stärken und alle besser durch die schwere Zeit kommen lassen. 

https://www.zusammengegencorona.de/informieren/zuhause-bleiben/

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